Naturdenkmale

Naturdenkmale

 

Barnberghöhle

An der Neuffener Steige oberhalb des „Blauen Rank“ öffnet sich am Fuß eines Kalksteinfelsens die Barnberghöhle. Sie weist eine Länge von ca. 46 m auf. In ihr wurden ein menschlicher Schädel und Artefakte aus der jüngeren Altsteinzeit gefunden.

Für die Naturhöhle gilt das Betretungsverbot zwischen dem 1.10. – 31.3. (§ 39 BNatSchG.)

Die Barnberghöhle ist ein Geopoint seit August 2016.

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 Bauerloch

Das Bauerloch ist eine Karsthöhle am nördlichen Trauf der Schwäbischen Alb.

Der Eingang liegt im obersten Teil der Bauernlochschlucht nahe Neuffen im Landkreis Esslingen auf etwa 590 m über NN. Bei Starkregen und zur Schneeschmelze entspringt dem Eingang des Bauerlochs der Dürrenbach, große Teile der Höhle stehen dann ganz unter Wasser. In trockenen Zeiten tritt der Bach erst bei etwa 520 m über NN im unteren Teil des Tales zu Tage.Das Befahren der Höhle ist aus diesem Grunde gefährlich.

Das Bauerloch ist als Geotop und als Naturdenkmal geschützt.

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Felsen am Neuffen Parkplatz

Die Felsengruppe unweit des Hohenneuffen erlangte in den letzten Jahren eine Art Renaissance. Die Felsen wurden in den letzten Jahren zu einem schönen kleinen und überschaubaren Klettergebiet.

Es dürfen nur die beschriebenen Felsen beklettert werden. Der Felskopf vom „Linken Fels“ darf betreten werden. An allen anderen Felsen sind die Umlenkungen zwingend zu benutzen. Weiter dürfen nur die beschriebenen Pfade um die Felsen herum benutzt werden.

Höllöcher im Gewann Bauerlochberg

Unmittelbar an der Oberkante des Albtraufs befindetsich hier ein Bereich mit mehreren hangparallelen Abrissklüften. Die Felsspalten („Höllöcher“)sind bis zu mehrere Meter breit, bis über20 m lang und bis zu etwa 5 m tief. Der hier vertikalgeklüftete Untere Felsenkalk zeigt eine fürden Albtrauf typische Verwitterungserscheinung.

 

Lindenallee im Gewann Spadelsberg

 

St.Theodors Buckel

Der St. Theodors Buckel, ein Hügel von etwa100 m Durchmesser und 20 m Höhe, ist ein durch Verwitterung und Abtragung morphologisch herausmodellierter Basalttuffschlot des„Schwäbischen Vulkans“. Der Basalttuff enthältkleine Weißjura-Sinkschollen und hielt der Abtragungbesser stand als die umgebenden Gesteinedes oberen Braunen Jura.

 

Vulkanembryo „Molach“

Das Feuchtgebiet Molach auf der Albhochfläche in der Nähe der Burgruine Hohenneuffen ist einer der Schlote des Schwäbischen Vulkans.

Auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb gibt es nur ganz wenige Feuchtgebiete. Denn das Jura-Karstgebirge der Schwäbischen Alb lässt das Wasser schnell in den Klüften und Höhlen des Untergrunds verschwinden.

 Eine Ausnahme davon ist das Vulkangebiet des sogenannten Schwäbischen Vulkans auf der Mittleren Alb. In diesem Gebiet bildeten sich vor ca. 16 Millionen Jahren mehrere hundert Vulkanexplosionen, die jedoch die damalige Oberfläche nicht erreichten. Die Schlote sind mit wasserundurchlässigem Vulkangestein gefüllt. Dort wo diese Schlote heute an der Albhochfläche bis zur Oberfläche durchdringen, bilden sich Feuchtgebiete. Denn das Vulkangestein ist wasserundurchlässig. Das bekannste dieser Gebiete ist die Torfgrube (Schopflocher Moor) bei Schopfloch.

Das Feuchtgebiet Molach auf der Hochfläche der Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel südlich der BurguineNeuffen ist ebenfalls das Ergebnis eines Vulkanschlots. Der Albtrauf ist bereits gefährlich nahe an den Vulkanschlot herangerückt. In geologisch kurzer Zeit wird der Albtrauf den Vulkanschlot erreicht haben. Dann wird sich eine Erosionsform bilden, wie sie beim Randecker Maar in wesentlich größerer Form bereits existiert.

 

Vulkanembryo „Blauer Rank“

Der am Albtrauf gelegene Basalttuffschlot des „Schwäbischen Vulkans“ hebt sich morphologisch von seiner Umgebung nicht ab. Er ist in einer hangseitigen, in einer Kurve befindlichen Böschung der Straße Neuffen-Hülben aufgeschlossen.

 Vulkanschlot und Weidelesfelsen

Der Vulkanschlot an der Neuffener Steige gehört zu den wichtigsten Zeugnissen des Schwäbischen Vulkans.

Der Schlot ist als Geotop ausgewiesen. Die Stelle befindet sich in einem ehemaligen Steinbruch, der nicht zugänglich ist. Vom verschlossenen Tor des ehemaligen Steinbruchs kann man den Vulkanschlot und das direkt angrenzende Weißjuragestein jedoch gut sehen.

 Gustav-Ströhmfeld-Weg

Der Gustav-Ströhmfeld-Weg   des Schwäbischen Albvereins verläuft in der Nähe des Geotops vorbei. Im Rahmen einer Neukonzeption des Gustav-Ströhmfeld-Wegs wurde der Stichweg hinab zum Geotop erneuert. Zudem wurden mehrere Informationstafeln aufgestellt.

Es gab im Zeitalter des Miozän in einem Umkreis von ca. 30 Kilometern um das heutige Bad Urach und Kirchheim/Teck herum Vulkanismus. In über 350 Schloten wurde Vulkanasche an die Oberfläche geschleudert. Die Juragesteine wurden weggesprengt. Sie fielen teilweise als kleine Brocken in den Schlot zurück. Die Grenze zwischen dem Schlot und dem umgebenden Weißjuragestein ist selten so gut zu sehen wie im ehemaligen Steinbruch an der Neuffener Steige.